Marcel, un uomo tedesco separato e padre di due bambini, riflette sulla genitorialità all’interno del matrimonio come condizione per lui naturale ed agevolata anche da condizioni socioeconomiche favorevoli. Si interroga sul perché si scelga di non avere figli, tralasciando i pregiudizi che spesso accompagnano questa decisione.
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Ecco la trascrizione completa del video:
MARCEL: «All’inizio sono molto nervoso, me ne accorgo da solo. Dopo due-tre minuti torno calmo e mi rilasso. Sì, me ne rendo conto. È normale. Sono Marcel, ho quarantadue anni, vivo in questa zona, vicino a Bonn, sono qui per una gita, per fare fotografie. Mi avete chiesto se avessi voluto essere intervistato è per questo che sono seduto qui ora. Ho due figli, attualmente sono separato, i miei figli hanno otto e dodici anni, e il più piccolo è autistico. Insomma finora tutto normale.
La decisione di fare figli… È una bella domanda: capita, se ne viene travolti, si fa insieme o è qualcosa che si accetta? Non credo che se la scelta si prende attivamente che questo porti automaticamente ai figli, perché entrano in gioco anche dei fattori biologici. È interessante capire in quale misura decidiamo come individui se vogliamo avere figli, o in che misura siamo determinati dall’evoluzione biologica. È un quesito interessante.
Ma quando due persone si incontrano e prendono una stessa direzione secondo me è molto probabile che arrivino figli, a meno che uno o entrambi non lo escludano attivamente. Molto probabilmente si attiva inevitabilmente un processo in cui la cosa succede o meno per ragioni determinate dall’evoluzione.»
VALENTINA: «Tu e tua moglie volevate entrambe figli?»
MARCEL: «Sì, certo. I bambini naturalmente facevano parte di un progetto matrimoniale e non c’era nulla in contrario nella nostra società e il nostro ambiente. Siamo adulti, abbiamo la previdenza sociale, non temiamo guerre, niente congiura contro. Per questo motivo non c’è problema nel primo e secondo mondo, e anche nel terzo mondo i bambini nascono normalmente.»
VALENTINA: «Cosa pensi degli uomini che non vogliono figli?»
MARCEL: «Penso siano persone molto oneste, non ho un pregiudizio in sé verso chi non vuole figli. C’è chi non vuole avere figli per divertirsi nella vita e magari potrebbe essere che stia pensando molto avanti. È un pensiero, non deve essere per forza giusto, ma occorre chiedersi cosa ci sia dietro. Perché non li vogliono? Qual è il motivo dietro questa decisione? È facile dare un giudizio affrettato, tanto quanto dichiarare: “non voglio bambini”.»
VALENTINA: «Pensi la stessa cosa delle donne?»
MARCEL: «Certamente. Ci sono donne che hanno forse paura della responsabilità, che non vogliono abusare del loro corpo, è senza dubbio un’esperienza fisica estrema per la donna. Invece la socializzazione, pensare ai pro e contro riguardo la carriera dal mio punto di vista. Ci sono affermazioni e motivazioni più complesse riguardo una decisione a favore e contro. La semplice dichiarazione non è sufficiente, la biografia completa gioca sempre un ruolo.»
VALENTINA: «Cosa sarebbe cambiato se non avessi avuto figli?»
MARCEL: «Non posso rispondere a questa domanda non sappiamo se possiamo decidere, di fatto ho figli e amo i miei figli condivido la responsabilità dei bambini con la mia ex compagna a settimane alterne, quindi sono padre una settimana alla volta: una settimana stanno con me l’altra con la madre Steffi, è del tutto normale. Non so come sarebbe diversamente, non ho altra opzione, non posso saperlo come sarebbe senza: ho figli e basta, punto. Sono qui per questo, ed è questo che rappresento: devo cercare di essere un padre accettabile. Se lo sarò o meno non mi è dato saperlo ora: solo il tempo lo dirà.»
Tedesco
MARCEL: «Am Anfang bin ich immer sehr nervös, aber ich kenne das von mir nach 2-3 Minuten werde ich dann wieder ganz ruhig und dann bin ich entspannt.Genau mit dem nervösen Teil, das kenne ich von mir, das ist normal.
Ja, ich bin Marcel, ich bin jetzt 42 Jahre alt. Ich lebe in der Umgebung, also in der Nähe von Bonn. Und ich bin heute hier für einen Tagesausflug,genau weil es um ein paar Fotos geht. Und jetzt wurde ich einfach angesprochen, wie es denn aussieht, ob ich denn Lust auf ein Interview hätte. So, deswegen sitze ich hier und deswegen machen wir das jetzt. Ich habe 2 Kinder, ich lebe in Trennung aktuell, meine Kinder sind 8 und 12 Jahre alt. Und der Kleine ist Autist.
So also soweit alles ganz normal. Die Entscheidung zu Kindern… Ist eine gute Frage, ob man die trifft oder ob sie getroffen wird oder ob man sie mitmacht oder ob man es akzeptiert als solches. Denn ich glaube nicht, dass selbst wenn man die Entscheidung aktiv treffen würde, das dann automatisch zu Kindern führen würde, wir haben immer den biologischen Faktor im Hintergrund mitspielen.
Aber das Spannende ist tatsächlich, inwieweit entscheiden wir tatsächlich selbst darüber, als Individuen, ob wir Kinder haben wollen oder inwieweit Biologie, Evolution, das mit uns automatisch macht. Also das ist sicherlich ein spannender Ansatz, aber wenn sich 2 Menschen treffen, und das funktioniert auf irgendeine Art und Weise, und die Lebensbiografie spielt in die gleiche Richtung, dann ist es für mich sehr wahrscheinlich,das aus so einer Beziehung Kinder entstehen,es sei denn, beide oder einer mochte aktiv nicht haben.
Es natürlich schwieriger wenn einer das aktiv nicht haben möchtewird es sehr wahrscheinlich zwangsläufig daraus hinauslaufen, dass diese Beziehung scheitert. Evolutionär bedingt ganz einfach.»
VALENTINA: «Das war klar, dass ihr beide Kinder haben wollt?»
MARCEL: «Natürlich, man ist natürlich klassischer, zogen mehr oder weniger, und da gehören irgendwann, auch in der Ehe, Kinder einfach dazu, und da spricht ja tatsächlich in unserer Gesellschaft oder in unserem Lebensumfeld nichts dagegen wir sind alle Erwachsenen sozial abgesichert, wir haben keine Kriege zu fürchten, und spricht sozusagen kein Elementarerlebnis oder Ereignis dagegen an sich. Deswegen ist das unproblematisch in der ersten bis zweiten Welt, im nächsten Mal auch in der Dritten werden Kinder geboren, ganz normal.»
VALENTINA: «Und was denkst du über Männer die sagen, keine Kinder kriegen?»
MARCEL: «Im günstigsten Fall sind das einfach sehr ehrliche Menschen, denn es ist kein Vorurteil an sich, nur weil man sich gegen ein Kind oder gegen Kinder entscheidet, dass er einfach nur das Macht, um seinen Spaß im Leben zu haben. Jetzt kann er tatsächlich sein, dass er da viel, viel weiter denkt, indem er sagt, was tue ich den Menschen an, tatsächlich, das ist EIn Gedanke ne, er muss nicht korrekt sein, aber es ist n Gedanke und das gilt es dann zu hinterfragen, warum möchte er das nicht, also was ist der Grund dahinter? Ein pauschales Urteil ist relativ einfach getroffen, trifft aber genauso viel zu kurz wie die Aussage an sich:”Ich möchte kein Kind.»
VALENTINA: «Und denkst du das gleiche bei Frauen?»
MARCEL: «Natürlich, natürlich. Sicherlich gibt es Frauen, die vielleicht Angst vor der Verantwortung haben,die ihren Körper nicht dazu missbrauchen oder gebrauchen wollen,weil es ist natürlich ein extremer körperlicher Einschnitt in das Leben einer Frau. Das ist völlig unbestritten, dann ist es vielleicht die Sozialisierung,inwieweit strebt n Karrieregedanken dafür oder dagegen,also tatsächlich niedere Beweggründe aus meiner Sicht das für mich niedere Beweggrund.Oder ja, also es gibt da auch genauso die vielschichtigen Aussagen oder die vielschichtigen Deutungsweisen für die Entscheidung dafür und dagegen und die einfache Aussage an sich reicht nicht da spielt immer die komplette Biografie mit.»
VALENTINA: «Was glaubst du wäre anders wenn du keine Kinder hättest?»
MARCEL: «Die Frage kann ich nicht beantworten, denn wir wissen es nicht. Wir können es nicht entscheiden,weil der Fakt ist ja einfach, ich habe Kinder und ich liebe meine Kinder und wir teilen uns die Kinder mit meiner Lebenspartnerin wöchentlich. Also ich bin genauso Vater einmal also pro Woche, also eine Woche bin ich der Vater, die nächste Woche ist Steffi, die Mutter, ganz normal. Ich weiß es nicht, was anders wäre,denn ich habe erstens die Wahl nicht und zweitens, wie sollte ich es denn wissen,ich kann mich nicht entscheiden, Kinder oder nicht. Ich habe sie. Punkt. Und dafür bin ich da und dafür stehe ich dann sozusagen ein,ein mindestens akzeptabler Vater zu sein. Ob ich gut werde das wissen wir alle später nicht. Das wird die Zeit zeigen.»
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